Wie viel PC und Smartphone ist gut für mein Kind

Laut der Studie „KidsVerbraucherAnalyse 2013“ haben ca. 80% unserer Kinder Zugang zu einem Computer. Bereits 50% der Kinder über 10 Jahren sind täglich online. Weiter haben schon 50% der Kinder also jedes 2. Kind ein Handy oder Smartphone.

Kleinkinder mit bereits 2 oder 3 Jahren die im Auto, Zug oder Restaurant auf dem iPad oder Handy spielen ist schon nicht mehr Ungewöhnliches.  Aber ist das wirklich so gut für unsere Kinder ?

Zunächst einmal ist online ja nicht gleich online. Hier hängt es natürlich davon ab was Ihr Kind online macht. Rechachiert es auf Wikipedia für die Hausaufgaben oder lernt es für die Schule ? Oder ist es am chaten und Videos auf Youtube schauen ?

Sofern sich das Kind sozusagen mit der besseren hälfte des Internets beschäftigt (lernen und rechachieren) sollte man die Zeitspanne für das Surfen im Internet etwas höher ansetzen als für Freizeit beschäftigungen wie chaten usw. Denn es kann einem ja nichts besseres passieren wenn sich das Kind mehr mit den „sinnvollen“ vorzüge des Internets beschäftigt.

Grundsetzlich sollten Sie aber einen genauen Zeitrahmen für das surfen im Internet setzen. Kleinkinder haben eigentlich gar nichts im Internet zu suchen. Aussnahmen kann es natürlich in begleitung eines Erwachsenen geben. Für Grundschüler sollte die Internetnutzung nicht länger als eine Stunde sein.

Ganz wichtig hierbei ist es die Kinder vorher über das Internet aufzuklären. Nicht alles was man dort wahrnimmt stimmt auch nach dem Motto „nicht alles was glänzt ist Gold“.
Sie sollten Ihrem Kind keine Angst vor dem Internet machen aber es eben auch nicht verharmlosen, denn es gibt auch im Internet wie im wahren Leben „gute“ und „böse“ Menschen.

Vertrauen ist gut kontrolle ist besser!

Auch wenn Sie der Meinung sind „Mein/e Sohn/Tochter“ würde so etwas nie machen. Oder „ER/Sie würde es mir gleich erzählen“. Tun Sie sich und Ihren Kindern ein gefallen und Kontrollieren Sie das Surfverhalten Ihrer Kinder, zumindest stichprobenartig.

Sie müssen auch nicht das Chatprotokoll von der besten Freundin durchlesen. Aber bei Fremden Seiten/Foren und Chatteilnehmern sollten Sie etwas genauer hinschauen.

Hier geht es in erster Linie darum drohende gefahren wie Mobbing, Sexuellebelästigung oder andere Straftaten frühzeitig zu erkennen und durch aufklärung zu verhindern.

 Ab wann sollten Kinder Ihren eigenen PC bekommen ?

Bei vielen Kindern ist das mit 12 Jahren der Fall. Aber auch dann sollten Sie das Surfen der Kinder Kontrollieren. Am besten stellen Sie den Computer im Wohnzimmer auf, hier können Sie die Zeit und den Zugang besser Kontrollieren. Auch sollte Ihr Kind nicht in abwesenheit von Ihnen an den PC. Sie müssen Ihrem Kind nicht ständig über die Schulter schauen aber zumindest anwesend sein.

Es gibt ausreichend Kostenlose Kinderschutzsoftware umd die Computer Zeiten zu regeln, jedoch ist auch hier einiges zu beachten. (siehe Kinderschutz) Auch manche Router Modelle haben solch eine Funktion verbaut.

Sollten Sie sich bei all dem nicht sicher sein, ziehen Sie einen Fachmann hinzu. Denn 50-100 Euro für einen Fachmann bei Installation und Rat sollte Ihnen der Schutz Ihrer Kinder wert sein.

3 Kommentare

  • Hallo allerseits,
    ich recherchiere im Zuge einer Kontroverse über die Dauer die meine Kinder (11 und 15, beide Jungs) am PC sitzen dürfen. Überall liest man dass eine Stunde am PC eigenständig das Maximum sei. Ich bin da völlig anderer Meinung. Ich muss beruflich viel am PC sitzen (ca. 6 von 9 Stunden), lese morgens im I-Net ca. 30 min die News und arbeite abends noch ca 4 Stunden am PC oder lese Artikel usw. Das ist heute völlig normal! Ich habe Kollegen die neben Ihren 8 Stunden während der Arbeit noch weitere 4 Stunden privat den Rechner nutzen und kenne auch welche die neben 8 Stunden während der Arbeit noch 8 Stunden Zocken…..
    also was soll ich meinen Kindern vermitteln? Nach einer Stunde ist schluss? Und dabei spielen sie ein sehr komunikatives Spiel und ich spiel da manchmal begeistert mit. Es ist nichts anderes als Lego spielen, nur halt am Bildschirm. Meine Jungs sind sehr viel draußen, bei den Pfadfindern und auch sonst sehr pfiffig.
    Ich gestatte Ihnen 4-5 Stunden pro Tag Computer an den Wochenenden, inclusive Programmieren lernen (der große will Programmierer werden) oder Musik komponieren ( der Jüngere macht echt geile Sounds am PC).
    Wir können nicht von unserer Vergangenheit ausgehen als es noch keine PC gab, heute läuft die Sache anders! Ich finde diese: „jeder kaut den selben Mist über maximal 1 Stunde Computernutzung der Kinder“ völlig am heutigen Status Quo vorbei. Just my two cents

    • Hallo Elnode,

      da gebe ich Ihnen völlig recht. Aber genau das ist ja das Thema, denn wenn die Kinder mehr als nur Facebook und co. am Computer machen, sprich „sinnvolles“, denke ich nicht das man die Zeit begrenzen soll. Wenn Ihr Kind Programmieren möchte und das selbst am Computer erlernt, wäre eine zeitliche Begrenzung ein Eigentor für die Eltern. Denn man möchte ja das aus den Kindern was wird, und das sollte man dann sogar unterstützen.

      Ob es Programmieren ist oder Musik das sind meiner Meinung nach Themen bei denen es keine Zeitliche begrenzung geben darf.

      Auch das wir als Eltern als Vorbild dienen und selbst 8-10 Stunden am Tag vorm PC sitzen (mir selbst geht es nicht anders) ist eigentlich nicht richtig, da gebe ich Ihne recht. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen das es bei den Eltern die selbst viel am PC „Arbeiten“ anders läuft. Denn mein Sohn (6 Jahren) weiß wenn ich am PC bin dann „Arbeite“ ich bzw. tue meist etwas „sinnvolles“. Er setzt sich dann meist neben dran und versucht zu lesen was ich da mache. Solange er damit was „sinnvolles“ macht wie lesen lernen kann er neben mir oder selbst am PC sitzen bis er einschläft 🙂 Hier kommt also die Vorbild funktion genau richtig, wir zeigen den Kindern das man am PC mehr als nur Facebook, Youtube und World of Warcraft machen kann.

      Kurz gesagt bei der Zeitlichen begrenzung geht es eher um Kinder die alleine vorm PC spielen und das am liebsten ohne Pause und Ende.

  • Vielen Dank jetzt habe ich eine paar Ansätze.

    Mein Sohn ist jetzt 11 Jahre alt und will natürlich wie alle anderen Freunde ein Smartphone so wie einen eigenen PC im Kinderzimmer. Ich meine wir sind damals auch ohne groß geworden nur ist es Heute leider schon normal. Und als Eltern ist man jetzt in der Zwickmühle. Soll das eigene Kind als einziger vom Freundeskreis ohne Computer und Smartphone sein oder stimmt man dem ganzen zu obwohl man sich damit nur mehr Probleme ins Haus holt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.